Author Topic: Kulturelle Spiegelungen zwischen HP Lovecraft & Deutschland Deadline 2021-07-01  (Read 32 times)

nicholasdiak

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Note: Germany Language only CFP

Sei es nun in popkulturellen oder akademischen Kreisen: Das moderne Horrorgenre ist ohne den weitverzweigten Einfluss H.P. Lovecrafts nicht mehr denkbar. Die von ihm geprägten Begriffe wie 'fear of the unknown' oder 'cosmic horror' reihen sich nicht nur mühelos neben Edgar Allan Poes 'spirit of perverseness' ein, sie verweisen auch auf das literarische Programm des Weird fiction-Genres. Um produktive Zugänge in Lovecrafts Werk zu finden, ist es allerdings nicht zwingend nötig, sich auf den angloamerikanischen Raum zu beschränken, denn auch in Deutschland lassen sich die kulturellen Spuren des New Weird mühelos identifizieren. Ob einschlägige Filmadaptionen wie Huan Vus Die Farbe, Gegenwartsliteratur bspw. von Wolfgang Hohlbein und Georg Klein (Miakro) oder prachtvoll illustrierte und kommentierte Sammelbände, auch hierzulande gilt: Lovecraft sells. Die eigentümlichen Ideen und Konzepte, die Lovecrafts kosmischen Horror auszeichnen, finden offensichtlich große Resonanz in der aktuellen Literatur- und Medienlandschaft.

Während die Beliebtheit des Gesamtkomplexes "Lovecraft" in der Popkultur steigt, fehlt es insbesondere im deutschsprachigen Raum jedoch an kritischen, zeitgemäßen Auseinandersetzungen mit der Thematik. Worin besteht die Anziehungskraft Lovecrafts und warum findet sein eigentümlicher Horror heutzutage immer größeren Anklang? Welche Perspektiven eröffnen sich auf Lovecrafts Schreiben beispielsweise aus religions- oder sozialwissenschaftlicher Sicht? Wie verändert sich die

Lovecraft-Rezeption über die Jahrzehnte hinweg? Diesen und anderen Fragen möchte sich die Deutsche Lovecraft Gesellschaft e.V. (https://www.deutschelovecraftgesellschaft.de/) im Rahmen eines Essaybands stellen.

Unter einem Essay stellen wir uns einen wissenschaftlich fundierten Aufsatz vor, der sich jedoch dem jeweiligen Thema auf sprachlich innovative Weise nähern sollte. Wir suchen argumentativ niveauvolle Beiträge zum Thema "Kulturelle Spiegelungen zwischen Lovecraft und Deutschland", die gerne interdisziplinär ausgerichtet sein dürfen. Der Schwerpunkt darf auf Lovecraft oder das Deutschlandthema gelegt werden, sollte jedoch beides berücksichtigen. Mögliche Fragestellungen könnten folgende Themen behandeln, sind jedoch nicht auf dieselben beschränkt:

Rezeptionseinflüsse deutschsprachiger intellektueller Personen (Einstein, Freud, ...) auf Lovecrafts Werk
Lovecraft und der Rechtsradikalismus im nationalsozialistischen Deutschland
Kosmischer Horror und zeitgenössische deutsche Literatur
Das Deutschlandbild bei Lovecraft
Lovecraftsche Adaptionen in deutschsprachiger Literatur, Film, TV, Videospielen, Comics, etc.
Die düstere Phantastik, New Weird und Lovecraftscher Horror im deutschsprachigen Raum und im internationalen Vergleich
Die Instrumentalisierung Lovecrafts in gegenwärtigen Verschwörungstheorien

Wir laden hiermit herzlich ein, Vorschläge (300-400 Wörter) für geplante Beiträge sowie eine Kurzbiographie (maximal 150 Wörter) bis zum 01.07.2021 per E-Mail mit dem Betreff "Essayband dLG" an rahel.schmitz@deutschelovecraftgesellschaft.de, max.p.becker@t-online.de und niels-gerrit.horz@deutschelovecraftgesellschaft.de
niels-gerrit.horz@deutschelovecraftgesellschaft.de einzureichen. Mit Rückmeldungen zur Annahme des Beitrags ist ca. zwei bis vier Wochen nach Einsendeschluss zu rechnen. Die finalen Essays sollen um die 5.000 Wörter lang sein und bis zum 07.01.2022 vorliegen.

Bei Fragen oder Anmerkungen melden Sie sich bitte bei den Hauptverantwortlichen Dr. Rahel Sixta Schmitz, Max Becker (M.A.) und Niels-Gerrit Horz (M.A.).